Natürliche vs. im Labor gezüchtete Diamanten: Der Unterschied
Wenn Sie heute Diamantschmuck kaufen, begegnen Ihnen zwei Begriffe: natürliche Diamanten und im Labor gezüchtete Diamanten (oft „Lab-Grown“ oder „synthetisch“ genannt). Auf den ersten Blick glänzen beide identisch.
Dieser Ratgeber erklärt Ihnen sachlich, worin sich beide unterscheiden – und warum wir bei Juwelier von Spreckelsen bewusst ausschließlich natürliche Diamanten führen.
So lange ist es her, dass sich natürliche Diamanten tief im Erdmantel gebildet haben.
Nur wenige Wochen dauert die Herstellung eines im Labor gezüchteten Diamanten – industriell und in nahezu beliebiger Menge.
Dieselbe Härte haben beide. Mit bloßem Auge sind sie nicht zu unterscheiden.
Wie ein natürlicher Diamant entsteht
Ein natürlicher Diamant ist ein Wunder der Geologie. Er bildete sich vor ein bis drei Milliarden Jahren tief im Erdmantel – unter enormem Druck und bei Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Vulkanische Eruptionen beförderten diese Kristalle schließlich in Erdnähe, wo sie heute in nur wenigen Regionen der Welt abgebaut werden.
Jeder natürliche Diamant trägt diese Milliarden Jahre alte Geschichte in sich. Genau das macht ihn so einzigartig: Es gibt ihn nur in begrenzter Menge, und kein Stein gleicht exakt dem anderen.
Wie ein Labordiamant hergestellt wird
Im Labor gezüchtete Diamanten entstehen in wenigen Wochen in industriellen Reaktoren. Das Ergebnis ist physikalisch ein echter Diamant – aber ein industriell gefertigtes Produkt, das in nahezu beliebiger Menge reproduzierbar ist.
Zwei Verfahren sind üblich:
Verfahren 1
HPHT (High Pressure High Temperature)
Hier werden die Druck- und Temperaturbedingungen des Erdmantels technisch nachgebildet.
Verfahren 2
CVD (Chemical Vapor Deposition)
Aus einem kohlenstoffhaltigen Gas wächst der Kristall Schicht für Schicht auf einem Keim.
Sind die Steine zu unterscheiden?
Mit bloßem Auge nicht. Beide haben dieselbe Härte (10 auf der Mohs-Skala) und denselben Brillanzcharakter. Spezialisierte Labore können den Ursprung jedoch eindeutig bestimmen. Seriöse Anbieter weisen Labordiamanten daher immer transparent als solche aus.
Wie sich Qualität unabhängig vom Ursprung bemisst, erklären wir ausführlich in unserem 4C-Ratgeber zu Schliff, Farbe, Reinheit und Karat.
Seltenheit und Wert
Hier trennen sich die Wege deutlich. Weil Labordiamanten beliebig produzierbar sind, sind ihre Preise in den vergangenen Jahren deutlich gefallen. Natürliche Diamanten dagegen sind endlich: Ihre Verfügbarkeit ist von der Natur begrenzt.
Für viele Menschen ist ein Diamant mehr als ein Schmuckstein – er steht für einen Moment, der bleiben soll: eine Verlobung, ein Jubiläum, eine Geburt. Ein natürlicher Diamant, der Milliarden Jahre alt ist und in dieser Form nur ein einziges Mal existiert, trägt diese Emotion in besonderer Weise.
Natürlicher Diamant
Von der Natur begrenzt
- Vor ein bis drei Milliarden Jahren im Erdmantel entstanden
- Nur in wenigen Regionen der Welt abgebaut
- Kein Stein gleicht exakt dem anderen
Labordiamant
Industriell reproduzierbar
- In wenigen Wochen in industriellen Reaktoren hergestellt
- In nahezu beliebiger Menge produzierbar
- Preise in den vergangenen Jahren deutlich gefallen
Warum wir nur natürliche Diamanten führen
Aus diesen Gründen haben wir uns bewusst entschieden, in unserem Sortiment ausschließlich natürliche Diamanten anzubieten. Wir möchten Ihnen Schmuck anbieten, der nicht nur heute schön ist – ein Schmuckstück, das Sie weitergeben können.
Das gilt für unsere Verlobungs- und Diamantringe ebenso wie für Diamant-Ohrstecker, Colliers und Armbänder.
So treffen Sie die richtige Wahl
Wenn Sie unsicher sind, welcher Stein und welche Fassung zu Ihrem Anlass passen, hilft Ihnen unsere Diamant-Kaufberatung Schritt für Schritt weiter. Wer plant, einen Verlobungsring zu kaufen, sollte zudem den 4C-Ratgeber lesen, um Budget und Qualität optimal auszubalancieren.